Wirktiefe der dynamischen Fallplatte gem. TP BF-StB, Teil 8.3

Oftmals, inbesondere bei Schäden, die durch mangelhafte Verdichtungen hervorgerufen werden, stellt sich die Frage:

  • Wie oft und in welchen Tiefen die Verdichtungsprüfungen stattfanden ?

Wenn die Verdichtung mit dynamischem Plattendruckgerät durchgeführt wurde:

  • Welche Wirktiefe das dynamische Plattendruckgerät aufweist ?

Prüfer, die sehr oft mit diesem Grät umgehen, kennen die Problematik. Insbesondere dann   wenn eine Schuldfrage zur Disposition steht.

Dynamischen  Plattendruckversuche haben nach TP BF-StB 8.3 eine Wirktiefe von 1,5 x dem Plattendurchmesser = 30 cm x 1,5 = 45 cm. Obwohl nach Studien die Wirktiefe
mit 60 cm angegeben werden kann. (Straßenforschungsheft 533)

Folgende Quellen sind für die Hinweise auf die Wirktiefe mit 1,5 x dem Plattendurchmesser zu nennen:

  • ZTVA StB 97 Anhang 14
  •  Straßenforschungsheft 533 der Universität Wien „Der dynamische Lastplattenversuch mit  dem leichten Fallgewicht Grundlagenforschung und praktische Anwendung“ -2003 (sehr empfehlenswert!)

Über die Frage des „wie oft“ eine Verdichtung geprüft werden muss, gibt im großen und ganzen die Richtlinien ZTVA/ZTVE  Auskunft ( insbesondere im Straßenbau)

Auswertungen hinsichtlich eines Nachweises der Verdichtung mit dynamischem Plattendruck auf dünneren Polsterschichten mit unterliegenden bindigem Boden sind sehr
problematisch. Oft werden die gemessenen Verdichtungen nach den ZtVE StB für einen SE bis SW von Edyn = 35 MN/m² (Dpr = 98 %) oder Edyn = 30 MN/m² (Dpr = 97 %) nicht erreicht.
Jeder, der Verdichtungsprüfungen selbst durchführt, kennt die Problematik. Woran liegt das? Hier gibt das Straßenforschungsheft ebenfalls antworten. Wir haben uns die Mühe gemacht, Verdichtungen mit unterschiedlichen Methoden zu Prüfen und mit der dynamischen Fallplatte zu vergleichen. In der nächsten Zeit werden hierzu die ersten Ergebnisse veröffentlicht.
 

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